
Wegen entstehender Umweltbelastungen durch Inbetriebnahme der EBS-Müllverbrennungsanlage, welche Mensch, Tier und Natur gleichermaßenbeeinflussen können, verbunden mit Risiken an Gesundheitsschäden fordern wir den Einsatz der derzeit besten verfügbaren Brenn-, Abluftreinigungs- und Messtechnik.

Auf Grund der Vorbelastungen in Boden, Luft und Wasser durch die Industrie während der letzten 100 Jahre auf Elsterberger sowie angrenzendem Sächsischen und Thüringischen Gebiet fordern wir vor Einreichung der Antragsunterlagen durch ENKA bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eine einjährige human-toxikologische Vorbelastungsstudie neben der gesetzlich geforderten Umweltverträglichkeitsprüfung zum schnellstmöglichen Beginn, um abschätzen zu können, ob die zusätzlichen Belastungen durch die geplante EBS-Müllverbrennungsanlage für Mensch und Umwelt zumutbar sind.

Wegen der Häufigkeit von Inversionswetterlagen im Elstertal und der extrem ungünstigen geografischen Lage der geplanten EBS-Müllverbrennungsanlage fordern wir die Erstellung eines meteorologischen Gutachtens, neben der gesetzlich geforderten Umweltverträglichkeitsprüfung, vor der weiteren Fortführung der laufenden Planungsarbeiten zur EBS-Müllverbrennungsanlage.

Wir fordern die Offenlegung der Planungs- und Antragsunterlagen zur Begutachtung noch vor der Einreichung dieser durch die ENKA bei der zuständigen Genehmigungsbehörde.

Weil die Dimensionierung der Anlage einen überregionalen, ja sogar einen zu erwartenden internationalen Mülltourismus nach Elsterberg nach sich ziehen wird, fordern wir eine Kapazitäts- und Leistungsverringerung der geplanten Anlage, um ausschließlich den Eigenbedarf der ENKA an EBS aus dem Abfallaufkommen des Vogtlandkreises zu decken.

Weil der Transport des EBS-Mülls und der Verbrennungsrückstände mit LkW erhebliche Zusatzlasten für die Bevölkerung und die Umwelt mit sich bringt (Abgase, Lärm durch permanenten Schwerlastverkehr, erhebliche Steuermittel für Straßenerhaltung und Straßenneubau), fordern wir ausschließlich Schienentransport.

Wir stehen für den Erhalt der Arbeitsplätze in der ENKA, sowie den Schutz aller anderen Arbeitsplätze der ortsansässigen und regionalen Wirtschaft wie Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, Tourismus, Kultur und Pflege. Wir akzeptieren nicht das Argument der ENKA, den Produktionsstandort in Elsterberg allein von der geplanten EBS-Müllverbrennungsanlage abhängig zu machen.